Druckdaten erstellen

Welche Daten werden benötigt?

Generell benötigen wir für einen Druck oder eine Veredelung immer eine PDF Datei mit 3mm Anschnitt. Die Daten sollten im besten Fall über ein Layoutprogramm (Bsp. InDesign) oder Vektorprogramm (Bsp. Illustrator) erstellt werden. Auch andere Programme wie der Affinity Designer oder auch Photoshop können für eine Erstellung Ihrer Daten verwendet werden, verlangen aber einige extra Einstellungen bzw. Umwege um eine korrekte Druck-PDF zu erhalten.

Kurzübersicht der wichtigsten Eigenschaften:

– PDF-X Standard (PDF/X3 oder neuer)
– 3 mm Anschnitt umlaufend zusätzlich zum Endformat
– Inhalte, die nicht beschnitten werden sollen, mind. 4 mm vom Rand platzieren
– keine Falz, Schneide- oder Passermarken
– Grundeinstellung und Export in CMYK, kein RGB!

Besonderheiten für Veredelungen

– Folienelemente müssen in Pfade konvertiert werden
– Folienelemente in 100% Magenta als Volltonfarbe anlegen
– Linienstärke mind. 0,5 Pt (0,18mm), kleiner als 0,5 Pt. ist nicht empfehlenswert

– alle Elemente müssen in Pfade konvertiert werden
– Farben in der entsprechenden Pantone U oder HKS N Farbe anlegen
– Ein vollflächiger Letterpress ist nicht möglich!
– Linienstärke mind. 0,5 Pt (0,18mm), kleiner als 0,5 Pt. ist nicht empfehlenswert

Der Letterpresseffekt entspricht Ihren angelegten Sonderfarben, z.B. ist Ihre Schrift ein Pantone-Orange, so wird dieser mit der Farbe in einem Durchgang geprägt

– Blindprägungen müssen in Pfade konvertiert werden
– Blindprägung in 100% Magenta als Volltonfarbe anlegen
– Linienstärke mind. 0,7 Pt (0,24mm), kleiner als 0,7 Pt. ist nicht empfehlenswert

– alle Schriften können in Pfade konvertiert werden
– den Weißdruck in 100% schwarz anlegen (darf kein Mischton enthalten!)
– Linienstärke mind. 0,4 Pt (0,14mm), kleiner als 0,4 Pt. ist nicht empfehlenswert

Die Deckkraft des Weißdruckes ist immer abhängig vom Motiv, max. ca. 95% Deckwirkung bei Schriften.

– alle Schriften können in Pfade konvertiert werden
– die Folienelemente in 100% schwarz anlegen (darf kein Mischton enthalten!)
– Inhalte die nicht beschnitten werden, mind. 5 mm vom Rand platzieren
– es können keine Druckelemente hinter der Folie platziert werden
– Linienstärke mind. 0,75 Pt (0,26mm), kleiner als 0,75 Pt. ist nicht empfehlenswert

Generell gilt, der Farbschnitt oder Folienfarbschnitt kann nicht mit einer randlosen Blind- oder Folienpräung kombiniert werden! Die Farbwirkung kann auch bei Sonderfarben anders erscheinen als im klassischen Offsetdruck. Für einige Veredelungen beachten Sie daher bitte spezielle Hinweise.

FAQ Farbschnitt
FAQ Letterpress

Videotutorial – Druckdaten PDF

Sind Sie sich noch unsicher beim Anlegen Ihrer Daten? Dann hilft Ihnen vielleicht unser einfach erklärtes Druckdatentutorial zum Erstellen von Druck-PDF’s. Sollten Sie noch Fragen haben, helfen wir Ihnen gern auch telefonisch oder via Anfrage.

Häufige Fehler bei der Erstellung einer Druckdatei

falsch ausgegebene Farben

Zu den häufigsten Fehlern der Druckdaten zählen der Export falscher Farben. Wie kann es dazu kommen? Eine Möglichkeit könnte sein, Sie haben Ihre Datei zwar als Druck-PDF mit einem 4C Profil exportiert, erhalten aber trotzdem, zum Beispiel bei einem gewünschten 100% Schwarzwert in einem Mischton aus CMYK. Dann liegt dies oft an der falschen Grundeinstellung im Grafikprogramm.

In Illustrator und InDesign haben Sie zum Beispiel auch die Möglichkeit Ihr Dokument für Webanwendungen vorzubereiten, weshalb es auch hier die Option gibt, Dokumente in RGB zu bearbeiten. Sollte diese Einstellung unbewusst noch drin sein, wird Ihr ausgewählter Text, den Sie in 100% K angelegt haben, nach dem schließen des Fensters wieder in einem RGB-Ton gemixt, was beim Export im CMYK nicht zurückgewandelt wird und für einen gemischtes Schwarz sorgen würde.

Ausnahmen sind Volltonfarben! Elemente und Schriften, die Sie in eine Volltonfarbe wandeln werden als extra Kanal im PDF ausgegeben, diese sind dann trotz falschem Farb-Grundprofil im Grafikprogramm in der PDF korrekt hinterlegt.

nicht in Pfade gewandelte Elemente/Schriften

Bei allen Arten von Prägungen benötigen wir eine Prägestempel. Dieser wird geätzt, gelasert oder gefräst und benötigt eine Vektorvorlage. Wenn Schriften nicht umgewandelt sind oder zum Beispiel Logos nur als Bild (png, jpeg etc.) eingebettet wurden, können wir daraus kein Prägeklischee erstellen. Es ist also immer wichtig das alle Wunschelemente korrekt in Pfade gewandelt werden.

Hinweis: Trotz Umwandlung in Pfade kann es sein, dass zum Beispiel ein Logo nicht  für eine Prägung geeignet ist. Hauptgründe sind nicht verbundene Segmente die nicht zu einer Form verbunden wurden (bei Illustrator zu finden im Pathfinder) oder zu feinen ausgesparten Linien. Durch eine Prägung verdickt sich jedes Element etwas und dies könnte ggf. zu einem leichten zulaufen im Motiv führen.

QR-Codes – scan mich, aber bitte richtig!

Man hasst sie oder man liebt sie – QR-Codes. Eines ist klar, sie sind nicht auf jeden Fall ein nettes Gimmick, können aber auch Layouts verunstalten, wenn man diese nicht richtig setzt.

Jeder QR-Code ist individuell und muss auch so behandelt werden. Ist also Ihr Code für die gewünschte Veredelung möglich oder nicht? Um diese Frage zu beantworten ist es wichtig zu wissen, welche Veredelung Sie wählen werden. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Größe ab 20 mm. Der Detailgrad (Inhalt des Codes) ist dabei ebenfalls entscheidend. Codes mit zu vielen Details sind oft nicht mehr geeignet für eine Folien- oder Letterpressveredelung.

Tipp: Achten Sie beim erstellen und herunterladen darauf, dass Sie den Code als SVG oder PDF speichern um diesen später ggf. noch farblich anzupassen, da diese oft als RGB-Version ausgegeben werden.

QR Code Beispiel Größe

Alles ist richtig angelegt aber trotzdem nicht umsetzbar?

Sollten Sie alle unsere Angaben soweit beachtet haben, gibt es natürlich immer noch weitere Besonderheiten, die aufgrund des Layouts, der Papierwahl, der Veredelung oder allem Zusammen nicht miteinander funktionieren könnten. Oft sehen wir Druckdaten erst nach Eingang einer Bestellung, was dazu führen kann, dass Ihre Daten ggf. nicht umsetzbar sind in Ihrer Wunschkombination.

Kombinationen die nicht funktionieren:

– ein vollflächiger (meist dunkler) Offsetdruck auf offenen Papieren, aufgrund der zu hohen Abriebgefahr
– eine erhabene Blindprägung ohne rückseitige Vertiefung
– eine Blindprägung in Kombination mit einer Kaschierung von zwei Papieren
– ein vollflächiger Letterpress
– eine vollflächige Heißfolienprägung
– zu filigrane QR-Codes* für alle Arten von Prägungen
– ein 4-farbiger Druck auf gefärbten Kartons, da Offset- und Digitaldruckfarben lasierend sind